Gesunde Familie

Geburt als belastendes Erlebnis

Libelle · 04.05.2022

© AdobeStock_annaperevozkina

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Die Schwangerschaftsberatungsstelle des Gesundheitsamtes unterstützt Frauen, die von einer belastenden Geburtserfahrung betroffen sind: Die professionelle, traumasensible Beratung durch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkt entlastend und stabilisierend.

Lange war das Thema der belastenden Geburtserfahrungen ein Tabu. 2015 machte die Weltgesundheitsorganisation auf „Geringschätzung und Misshandlung bei der Geburt“ aufmerksam, und auch die weltweite Bewegung „Roses Revolution“ hat eine Debatte angestoßen. Ein jährlicher Aktionstag gegen Respektlosigkeit und Gewalt im Kontext von Schwangerschaft, Geburtshilfe und Wochenbett wird seitdem am 25. November durchgeführt. Inzwischen berichten immer mehr Mütter von erlebter Gewalt und Respektlosigkeit bei der Geburt.

Eine belastende Geburtserfahrung ist oft nachhaltig und kann auch weitere Lebensbereiche negativ beeinflussen – dazu können beispielsweise Ängste in Bezug auf eine weitere Schwangerschaft, Partnerschaftsprobleme oder Störungen in der Bindung zum Kind gehören. Gewalt in der Geburtshilfe definiert sich als das, was die Frau subjektiv als Gewalt erlebt – sie umfasst jede Handlung, die die Autonomie der Frau beeinträchtigt. Darüber hinaus können Schwangerschaft und Geburt ein hohes Risiko für Gewalt in der Paarbeziehung beinhalten. Es mangelt an Aufklärung für Betroffene, die aufgrund von Vortraumatisierung durch die Schwangerschaft und die Geburt eine Retraumatisierung möglicher früherer Gewalt erleben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schwangerenberatungsstelle des Gesundheitsamtes stehen Betroffenen beratend zur Seite.

Schwangerenberatungsstelle des Gesundheitsamtes

KONTAKT

Telefon: 0211.899 26 64
Mail: schwangerschaftskonfliktberatung@duesseldorf.de

Tags: Schwangerschaft

Kategorien: Stadtleben , Gesunde Familie