Erziehung

Kind in Quarantäne: Lohnersatz

Aus der Redaktion · 03.12.2020

© Skitterphoto – Pexels

© Skitterphoto – Pexels

Gute Nachrichten für Eltern: Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz gibt es ab sofort Lohnersatz, wenn Eltern ein Quarantäne-Kind betreuen.

Bundestag und Bundesrat haben am 18. November 2020 Änderungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) beschlossen. Unter anderem geht es um Lohnersatzzahlungen für Eltern, die ihr unter Quarantäne stehendes Kind betreuen müssen. Sie haben nach dem neuen Infektionsschutzgesetz ab sofort Anspruch auf 67 Prozent ihres Nettogehaltes. „Diese Änderung im Infektionsschutzgesetz macht gerade für Alleinerziehende einen großen Unterschied“, sagt Nicola Stroop, Vorstand des Verband alleinerziehender Mütter und Väter Landesverband NRW (Vamv NRW). „Sie können es sich jetzt leisten, ihr Kind ohne große Lohneinbußen zu betreuen, während es in Quarantäne ist.“ In einem Brief unter anderem an NRW-Gesundheitsminister Laumann hatte der Vamv NRW zuvor auf diese Regelungslücke im IfSG hingewiesen.

Regelungslücke im Infektionsschutz geschlossen

Im Infektionsschutzgesetz heißt es jetzt: „Eine erwerbstätige Person erhält eine Entschädigung in Geld, wenn Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen von der zuständigen Behörde zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund dieses Gesetzes vorübergehend geschlossen werden oder deren Betreten auch aufgrund einer Absonderung untersagt wird.“ Bislang hatten Eltern, die ihr unter Quarantäne stehendes Kind betreuen, keine Ansprüche auf Lohnersatz, was seit dem Frühjahr zu erheblichen Verdienstausfällen und viel Unsicherheit bei den Familien geführt hatte.

Corona-Krisenhotline für Alleinerziehende

„Für Alleinerziehende bedeutete das bisher finanzielle Einbußen und/oder Konflikte mit dem Arbeitgeber“, sagt Nicola Stroop. Sie stützt sich dabei auf Anrufe und häufige Fragen bei der Corona-Krisenhotline für Alleinerziehende des Vamv NRW. Die Doppelbelastung aus Existenzsicherung und Kinderbetreuung in den vergangenen Wochen habe viele Alleinerziehende an ihre Grenzen gebracht. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen brach bei vielen das private Netzwerk zusammen, so konnten zum Beispiel Großeltern oder Nachbarinnen die Kinder nicht mehr wie gewohnt zeitweise betreuen. Die Folge waren große Erschöpfung und finanzielle Einbußen. Der Vamv NRW bietet deshalb eine Corona-Krisenhotline für Alleinerziehende an.

Corona-Krisenhotline für Alleinerziehende

Verband allein erziehender Mütter und Väter (Vamv)

Telefon 0201.827 74-799 Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, jeweils 9 bis 14 Uhr
Terminanfrage per E-Mail an info@vamv-nrw.de

Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V.
Rellinghauser Str. 18, 45128 Essen


www.vamv-nrw.de

Tags: Hotline , Infektionsschutzgesetz , Lohnfortzahlung , Vamv NRW

Kategorien: Gesundheit , Erziehung , Stadtgeschehen